Warmweiß, neutralweiß oder kaltweiß? Kaum etwas ist so subjektiv wie Licht. Doch gerade bei Arbeitsplätzen gibt es Meinungen, Verordnungen und wissenschaftliche Erkenntnisse die eine Entscheidung nicht immer einfacher macht. Teilen wir diese Aspekte in drei Säulen auf:

Subjektives Empfinden

Die Lichtfarbe ist im Prinzip nichts anderes als eine simulierte Wettersituation. So ist ein warmweißes Licht entweder ein Sonnenaufgang oder Untergang. kaltweiß entspricht ungefähr dem Tageslicht bei hellen bewölktem Wetter. Neutralweiß ist ein sonniger Mittag. In welcher Wetterlage fühlen Sie sich am wohlsten? Die Wahl trifft in den meisten Fällen auf das warmweiße Licht

Wissenschaftlicher Aspekt

Aber nicht nur das Subjektive Empfinden der richtigen „Wettersituation“ sondern auch das objektive Geschehen im Menschlichen Körper sollte in die Entscheidung der Lichtfarbe mit einfließen. Es gibt  ein Schlagwort in diesem Bereich und der Beschreibt das Hormon Melatonin. Der „Müdemacher“ sorgt u.a. dafür das der Mensch gut schläft.

Zwischen Tag und Nacht ändert sich die Lichtfarbe des natürlichen Tagesrhythmus. Blaues Licht kann zu einer Verringerung der Melatonin-Ausschüttung führen und solches kaltes Licht kann ermunternd und belebend wirken, während warmes Licht (rötlich/gelblich, auch Warmton) gemütlich und wohltuend wirkt.

 Kaltweißes Licht verbessert es das 3D-Sehen und die Auge-Hand-Koordination und erhöht die Kontraste. – Quelle: Wikipedia

 Fakt ist also: Kaltweißes Licht macht nicht nur wach, es schützt auch vor Überanstrengung der Augen. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch weniger Krankheitstage? Das ist noch nicht wissenschaftlich untersucht worden. Aktuell beschäftigt sich die Forschung zu diesem Thema sehr intensiv – erste Erkenntnisse, bspw. durch OSRAM bestätigen diese Vermutung.

Norm und Verordnungen

Es gibt im technischen Regelwerk zur ASR A3.4 (Arbeitsstättenverordnung) keine Angabe zur Lichtfarbe. Lediglich die Beleuchtungsstärke (lux), Farbwiedergabewert, Tageslichteintrag und Schattenbildung sind klar definiert.

 

Fazit

Es gibt Gegensätze zwischen den ersten beiden Säulen. Subjektiv finden die meisten Menschen das warmweiße Licht angenehmer. Die Physiologie des Menschen benötigt aber genau das Gegenteil um wach zu werden oder es zu bleiben. Die Menschliche Psyche ist dabei aber ein nicht unwesentlicher Faktor und somit ist es empfehlenswert den Kompromiss aus Wohlbefinden und effektivem Licht zu fahren. Neutralweiß mit einer Lichtfarbe von 4000K bis 4500K ist somit für den Arbeitsplatz im Büro die beste Wahl.

Philip Keller

Philip Keller

Als Niederlassungsleiter in Berlin bin ich u.a. für die Entwicklung neuer Produkte und speziellen Projekten verantwortlich. Mit Erfahrungen im Industriellen Bereichen kann ich auf meine Kunden gezielt eingehen und Sie optimal beraten. Je nach Anforderung bietet unser Team genau das richtige Produkt zu den abgestimmten Menge an. Wir freuen uns über jede Empfehlung, denn das bestätigt uns, dass wir Sie stets zufrieden gestellt haben.

2 Kommentare
  1. Panel sagte:

    Danke für den tollen Beitrag! Ich persönlich bevorzuge die LED Panel und finde die sehr günstig, wenn es um den Flur oder sogar Schlafzimmer geht. Ich habe zwei Panel bei mir zu Hause und bin mit dem Effekt sehr zufrieden. Ich dachte zuerst die Panel passen nur in ein Büro, aber das stimmt nicht.

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